-
20.10.2018
- → Inland
Weniger Menschen erhalten Sozialleistungen
Wiesbaden. Die Zahl der in Deutschland auf Sozialleistungen angewiesenen Menschen hat sich das zweite Jahr in Folge offiziell verringert. Zum Jahresende 2017 hätten noch knapp 7,6 Millionen Menschen und damit etwa 300.000 weniger als Ende 2016 die sogenannten sozialen Mindestsicherungsleistungen bezogen, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Der Anteil an der Bevölkerung verringerte sich damit von 9,5 Prozent auf 9,2 Prozent. Einen Anstieg der Zahl derjenigen innerhalb bestimmter Bevölkerungsgruppen auf staatliche Leistungen Angewiesenen gab es vor allem bei Senioren. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bezogen der Statistik zufolge knapp 1,1 Millionen Menschen und damit 3,2 Prozent mehr als Ende 2016. Hingegen verringerte sich die Zahl der Flüchtlinge mit Ansprüchen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erheblich um 35,7 Prozent auf rund 468.000 Menschen. Der Rückgang hängt mit dem Abschluss zahlreicher Asylverfahren zusammen; diese Menschen beziehen keine Asylbewerberleistungen mehr. Auch die Zahl der Hartz-IV-Bezieher nahm den Angaben zufolge ab. Sie sank leicht um 0,7 Prozent auf rund 5,9 Millionen. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!