-
15.10.2018
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Mitteilungen
Der Schwerpunkt des neuen Heftes der Mitteilungen des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung ist dem 100. Jahrestag der Novemberrevolution in Deutschland gewidmet. Volker Heiermann stellt den linken Sozialdemokraten Adolph Hoffmann vor, Elke Reuter, Alexander Amberger und Holger Czitrich-Stahl berichten über die Berliner Konferenzen »Revolution gegen Kaiser und Krieg, für demokratische Republik, Frieden und gar Sozialismus?«, »Die Novemberrevolution und ihre Räte« sowie zur Geschichte des Dragonerareals in Berlin. Marjaliisa Hentilä schreibt über die archivalische Aufarbeitung des Erinnerungsjahres 1918 in Finnland. Eine Vorstellung der Erschließungsarbeiten, der Internetpräsentation und der Bestandszugänge im Bundesarchiv (SAPMO), die Veröffentlichung von Dokumentenfunden (Tito 1943 über die Lösung der Kosovo-Frage, erstmalig in deutscher Sprache der Öffentlichkeit zugänglich gemacht), eine Information über den Berliner Friedhof der Märzgefallenen, aktuelle Buchbesprechungen, ein Dissertationsbericht und ein Interview mit dem Historiker Peter Brandt vervollständigen das informative Heft. (jW)
Mitteilungen des Förderkreises Archive und Bibliotheken zur Geschichte der Arbeiterbewegung, Nr. 54/September 2018, 68 Seiten, 3 Euro (zuzügl. Versandkosten), Bezug: d.goldbeck@web.de
Waterkant
Im aktuellen Heft der Zeitschrift Waterkant schreibt Burkhard Ilschner über die Stimmung unter deutschen Reedern. Knapp 70 Prozent von ihnen geben einer Studie zufolge an, den »Fortbestand der deutschen Hochseeflotte« als »gefährdet« zu betrachten. Über die Antwort auf die »Schuldfrage« bestünden in diesem Kreis keine Zweifel: Verantwortlich seien die »strengen Regeln« für Schiffe unter deutscher Flagge; dazu kämen die »hiesigen Tarifbedingungen«. Es sollte, so Ilschner, »niemanden überraschen«, wenn »demnächst weitere Subventions- und/oder Liberalisierungsforderungen laut werden«. Klaus Meyer und Peter Ullrich schreiben über das Thema Schiffsbrände und Gefahrgut auf See. Viele Handelsschiffe seien inzwischen ohne adäquate Brandschutz- und Brandbekämpfungsausrüstung unterwegs. Das größte Risiko auf den »Blechdosen der Pandora« trage immer die Besatzung. Kai Kaschinski warnt: Wenn die Überfischung ungebremst weitergehe, breche rechnerisch spätestens »Ende dieses Jahrhunderts der letzte Fischbestand zusammen«. (jW)
Waterkant. Umwelt, Mensch und Arbeit in der Nordseeregion, Jg. 33/Nr. 3 (September 2018), 32 Seiten, 14 Euro, Bezug: Aboverwaltung Waterkant, Kirchringstraße 2/12, 26736 Krummhörn-Loquard, E-Mail: buero@waterkant.info
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!