Zum Inhalt der Seite

IG BAU will Register für Lohnpreller

Frankfurt am Main. Anlässlich einer Mindestlohnkontrollaktion des Zolls hat die Industriegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) am vergangenen Dienstag ein öffentliches Register nach dem Vorbild Großbritanniens gefordert, in dem Betriebe aufgelistet werden, die gegen die gesetzliche Lohnuntergrenze verstoßen. »Auch Arbeitgeber, die Branchenmindestlöhne missachten, gehören in dieses Register. Wir brauchen einen ›Lohnsündenpranger‹«, sagte der Vorsitzende der IG BAU, Robert Feiger. Die Aktion des Zolls kritisierte IG-BAU-Vize Dietmar Schäfers als »zweitägige ›Schaufensterkontrolle‹«. Notwendig sei hingegen »ein permanenter Kontrolldruck«, der nur durch eine effektive Personalausstattung der Behörde möglich werde. Bundesweit gebe es derzeit 7.200 Planstellen, notwendig seien allerdings 10.000.(jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2018, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!