Aus: Ausgabe vom 04.09.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Wie ein Gespenst

Europa heute | Fr., 9.10 Uhr, DLF

Wie steht Portugal zu seiner kolonialen Vergangenheit? Im Gegensatz zu Frankreich und Spanien hört man hierzulande wenig über die Auseinandersetzungen in dem Zehnmillionenland über das Erbe der Zeit, über den Umgang damit. Dabei war Portugal eine der ersten und zeitweilig auch größten Kolonialmächte.

Bis heute wirkt der im sogenannten Estado Novo unter der faschistischen Herrschaft António de Oliveira Salazars entwickelte Mythos des »Lusotropikalismus« nach, laut dem die portugiesischen Kolonialherren sehr viel friedlicher waren als ihre europäischen Konkurrenten. Er ist »wie ein Gespenst, das immer wieder ausgegraben wird und mit dem wir noch nicht richtig umzugehen wissen«, sagt António Pinto Ribeiro, einer der einflussreichsten Kuratoren Portugals, in dem Feature »Verklärter Blick auf die Kolonialgeschichte« im Deutschlandfunk. Und auch darum geht es in dem Beitrag: was er und andere sich einfallen lassen, um das zu ändern. (mik)


Lesetip abgeben

Artikel empfehlen:

Mehr aus: Feuilleton