Aus: Ausgabe vom 29.08.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Mit offenen Karten

Interview | Di., 6.50 Uhr, DLF

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Auf Stippvisite: Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bereist aktuell diverse afrikanische Länder

Streng genommen verstoßen Einmischungen in die inneren Angelegenheiten eines anderen Staates gegen das Völkerrecht, berühren sie doch dessen nationale Souveränität. In der Praxis aber wird ständig Einfluss auf die Politik anderer Länder ausgeübt. Und so hat auch Gerhard Müller (CSU), Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, nichts mit uneigennütziger Aufbauarbeit in den krisengeplagten Ländern Afrikas am Hut.

Wer Mauern bauen wolle und Grenzen sowie Zuwanderungsbeschränkungen zum Ziel habe, »der muss auch umgekehrt in den Herkunftsländern sein Engagement wesentlich verstärken«, sagte Müller am Dienstag morgen dem Deutschlandfunk. Der ansonsten öffentlich um das Wohl Afrikas besorgt scheinende Minister kommt also auch nicht umhin, seinen wohl wahren Dienstauftrag preiszugeben. »Das ist der Kontinent der Ressourcen«, begründet Müller das große Interesse der Bundesregierung an Afrika. (mb)


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