Aus: Ausgabe vom 29.08.2018, Seite 8 / Abgeschrieben

Qualitätsstandards für Kitas angemahnt

Der Arbeiter-Samariter-Bund forderte am Dienstag in einer Pressemitteilung verbindliche Qualitätskriterien für die Kindertagesbetreuung:

Damit alle Kinder in ihrer Entwicklung möglichst gut gefördert werden, muss die frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE) qualitativ verbessert werden. Dafür sind der Personalschlüssel und die Zeit für Leitung wesentliche Stellschrauben. Gerade hier zeigt das heute von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Ländermonitoring zu frühkindlichen Bildungssystemen (www.laendermonitor.de) eine enorme Spannbreite zwischen den einzelnen Bundesländern auf. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, die Qualität der Kindertagesstätten mit einem Gesetz zu verbessern. Der erste Entwurf eines Kita-Qualitätsentwicklungsgesetzes liegt jetzt vor.

Der Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V. (ASB) kritisiert, dass darin verbindliche Ziele für eine einheitliche Qualitätsentwicklung in allen Bundesländern fehlen und der Bund sich voraussichtlich nicht dauerhaft an der Finanzierung beteiligt.

»Die Verbesserung des Personalschlüssels ist mit Abstand die kostenintensivste Maßnahme zur Steigerung der Qualität in der Kindertagesbetreuung. Hier ist eine verstetigte finanzielle Beteiligung des Bundes unerlässlich. Die Länder müssen sich im Gegenzug verbindlich auf konkrete Ziele der Qualitätsverbesserung festlegen. Hier muss gegenüber dem aktuellen Gesetzentwurf nochmals deutlich nachgebessert werden«, stellt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch klar. Aus Sicht des ASB muss mit dem Kita-Qualitätsentwicklungsgesetz ein Prozess eingeleitet werden, an dessen Ende bundesweit einheitliche Standards für die Qualität in den Kindertageseinrichtungen stehen.

Gewerkschaften und AG Frieden rufen zum Antikriegstag zur Demonstration in Trier auf:

Eine Premiere ist die gemeinsame Friedenskundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Trier und der Arbeitsgemeinschaft Frieden in Trier zum Antikriegstag. Die Veranstaltung wird von über 20 Gruppen, Parteien und Organisationen unterstützt, darunter »Aktion drei Prozent« Föhren, Antiatomnetz Trier, Bündnis 90/Die Grünen Trier, Die Linke Trier, Friddens- a Solidaritéitsplattform Lëtzebuerg, FriedensfreundInnen Eifel, Palais e.V. und NaturFreunde Trier-Quint.

»›Nie wieder Krieg‹ und ›nie wieder Faschismus‹ gehören zusammen! Am 1.9.1939 überfiel Nazideutschland Polen und entfachte den Zweiten Weltkrieg. Seit 1957 ist der Antikriegstag ein Tag des Erinnerns und des Mahnens. Die Friedensbewegung und der DGB samt Mitgliedsgewerkschaften setzen sich für eine stärkere und bessere Kontrolle von Waffenexporten ein. Wir lehnen Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete sowie an diktatorische oder autokratische Regime grundsätzlich ab«, so James Marsh vom DGB Trier.

»Die NATO-Planung, die Rüstungsausgaben auf zwei Prozent der Wirtschaftsleistung zu erhöhen, bedeutet für Deutschland nahezu eine Verdopplung der Militärausgaben. Es geht um 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen: für Bildung, sozialen Wohnungsbau, Infrastruktur, Alterssicherung und mehr soziale Sicherheit«, so Markus Pflüger von der AGF. (…)

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