Gegründet 1947 Sa. / So., 23. / 24. Februar 2019, Nr. 46
Die junge Welt wird von 2161 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 28.08.2018, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Lesetips

Statistik I

Die Tarifbindung geht immer weiter zurück. Und auch die Zahl allgemeinverbindlicher Tarifverträge sinkt seit Mitte der 1990er Jahre kontinuierlich. Das sind nur zwei der vielen Fakten, die im »Statistischen Taschenbuch Tarifpolitik« des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-­Böckler-Stiftung zusammengetragen sind. Im handlichen Pocketformat finden sich Informationen zu Löhnen, Arbeitszeiten, Streiks und Tarifregelungen in einzelnen Branchen sowie zur Tariflandschaft insgesamt. Die gesamte Broschüre, aber auch einzelne Tabellen und Übersichten können im Internet heruntergeladen werden: https://www.boeckler.de/­wsi-­tarifarchiv_4828.htm (dab)

Statistik II

Im von DGB und Hans-­Böckler-Stiftung herausgegebenen »Atlas der Arbeit« ist eine Vielzahl von Grafiken zur Arbeitswelt zusammengestellt worden, die die Verhältnisse auf den Punkt bringen. Etwa die Tatsache, dass fast drei Millionen Hilfskräfte in deutschen Privathaushalten arbeiten – ohne Anmeldung und Sozialversicherung. Oder, dass der Niedriglohnsektor trotz Mindestlohn stabil bei um die 20 Prozent liegt. Kostenloser Download unter: http://­www.dgb.de/­atlas-der-arbeit(dab)

Arbeitszeit

Mitbestimmung bei der Arbeitszeit ist für Betriebs- und Personalräte zentral. Über dieses Thema informiert ein vom Bund-Verlag herausgegebenes Lexikon für Interessenvertretungen. Von der Altersteilzeit bis zu Zeiterfassungssystemen – in über 45 Stichworten werden ausführlich die Rechte und Handlungsmöglichkeiten von Betriebs- und Personalräten beschrieben. Eine brauchbare Hilfe für Interessenvertreter. (dab)

Matthias Beckmann/Regina Steinger (Hrsg.): Arbeitszeit und Mitbestimmung von A bis Z, Bund-Verlag, 2018, 467 Seiten, 59,90 Euro, ISBN: 978-3-7663-6612-2

Arme leben kürzer

Diejenigen, die mit ihrem Einkommen zum obersten Fünftel gehören, haben eine etwa zehn Jahre höhere Lebenserwartung als diejenigen des untersten. Das thematisieren Joseph Randersacker und Karin Ceballos Betancur regelmäßig auf satirische Art in einer Rubrik der Zeitschrift Dr. med. Mabuse. Die nun als Büchlein erschienenen Kurztexte bringen die Absurditäten und den Zynismus eines ökonomisierten Gesundheitssystems auf den Punkt. (dab)

Joseph Randersacker/Karin Ceballos Betancur: Besser reich und gesund als arm und krank. Satirische Texte über unser Gesundheitswesen, Frankfurt am Main, Mabuse-Verlag, 2017, 79 Seiten, 9,95 Euro, ISBN: 978-3-86321-343-5

Ähnliche:

  • Warum nicht gleich eine Zwölf-Stunden-Schicht einlegen? Unterneh...
    23.03.2018

    »Wir brauchen keine weitere Entgrenzung«

    Koalitionsvertrag sieht Aufweichung des Arbeitszeitgesetzes vor. NGG warnt vor weitreichenden Folgen. Gespräch mit Michaela Rosenberger
  • Nicht Erhöhung der Selbständigkeit und bessere Vereinbarkeit von...
    02.03.2018

    Diebstahl fremder Arbeitszeit

    Vorabdruck. Vom »Lohnsklaven« zum »Arbeitskraftunternehmer«. Der historische und strukturelle Wandel kapitalistischer Ausbeutung

Mehr aus: Betrieb & Gewerkschaft