Aus: Ausgabe vom 18.08.2018, Seite 16 / Aktion

Papier und Klasse

Warum die junge Welt kein Zentralorgan, aber noch lange als Printzeitung zu lesen sein wird

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Täglich ein inhaltliches Angebot, das so kein zweites Mal zu finden ist: jW am Kiosk

Wie wir demnächst feste feiern werden, berichteten wir bereits an dieser Stelle. Bevor wir uns aber beim UZ-Pressefest in Dortmund treffen, haben wir noch drei Wochen feste zu arbeiten. Auch in dieser Zeit bleibt das tägliche Erstellen einer guten Tageszeitung unsere wichtigste Aufgabe. Die wird es weiterhin als solide Printausgabe geben (auch wenn andere schon jetzt das Ende der gedruckten Zeitungen ankündigen), wir arbeiten aber auch intensiv an Verbesserungen unserer jW-Onlineversion. Die entscheidende Frage sehen wir allerdings nicht darin, wo und wie wir unsere Beiträge veröffentlichen, sondern was in ihnen zu finden ist: unverwechselbare Berichte und Analysen – die im Gegensatz zu vielen anderen Medien nicht vom Standpunkt derjenigen ausgehen, die alles einer optimalen Profitmaximierung unterwerfen wollen.

Manche unserer Leserinnen und Leser finden das so gut, dass sie der Ansicht sind, dass es mit junge Welt schon ein Zentralorgan gäbe, es bräuchte nur noch eine passende Partei oder Bewegung, die dieses herausgibt. Das lehnen wir aus zwei Gründen ab: Zum einen wird die junge Welt bereits von unserer Genossenschaft LPG junge Welt eG herausgegeben, zum anderen aber verstehen wir uns ganz bewusst als journalistisches Produkt, das grundsätzlich zu einer kritisch-analytischen Haltung verpflichtet ist. Nicht alle Leserinnen und Leser stimmen mit jeder Einschätzung unserer Autoren überein, sie erhalten aber täglich ein inhaltliches Angebot, das sie so kein zweites Mal finden und mit dem sie sich auseinandersetzen können. Genau das macht die junge Welt für viele Print- wie Onlineleser unverzichtbar.

Wir arbeiten aber auch an anderen Dingen. So haben wir mit einer großartigen Aktion über 1.500 zusätzliche Abonnenten für unsere Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus gewinnen können. Das hilft bei der ökonomischen Sicherstellung der M&R – jetzt kämpfen wir darum, mit nach wie vor bescheidenen Mitteln ein neues Redaktionsteam aufzustellen. Wie sich herausstellt ein schwieriges Unterfangen. Und dann bereiten wir nicht nur das UZ-Pressefest vor, wir werden am 1. und 2. September auch beim Volksstimme-Pressefest in Wien, der größten Versammlung der österreichischen Linken, präsent sein. Weil die junge Welt nur überleben kann, wenn wir möglichst viele Abonnentinnen und Abonnenten für sie gewinnen, bereiten wir gerade eine neue Abokampagne vor, die im Herbst startet und nur mit Unterstützung unserer Leserinnen und Leser ein Erfolg werden wird.

Zuvor aber genießen wir erst einmal gemeinsam mit vielen Freunden und Genossen ein paar schöne Tage in Dortmund.

Verlag, Redaktion, Genossenschaft

jungewelt.de/aktionsabo


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