Aus: Ausgabe vom 10.08.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Bekenntnisse

RTL-Nachtjournal | Do., 0 Uhr, RTL

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Stephan Brandner (AfD) während einer Pressekonferenz in Berlin (Januar 2018)

Auf seiner Facebook-Seite gab sich Stephan Brandner (AfD) am Mittwoch abend schwer entrüstet: »Heute #Buchenwald: Dort keine Abgrenzung nach ›links‹« (sic), schrieb der Mann, der sich wie Björn Höcke in den letzten Jahren als westimportierter Hetzer in thüringischen Gefilden einen Namen gemacht hatte. Und Brandner hinterließ noch den Hinweis, dass ihn bei seinem Showbesuch am selben Tag in der Gedenkstätte Reporter des »Nachtmagazins« von RTL interviewt hätten. Nun denn, das Wachbleiben sollte sich lohnen. Im Beitrag ging es um die offensichtlichen Verquickungen zwischen AfD und Inlandsgeheimdienst. Die ehemalige Chefin der »Jungen Alternative« in Sachsen, Franziska Schreiber, hatte diese in einem Buch thematisiert (jW berichtete am Donnerstag). Überraschend klare Feststellungen lieferte der Privatsender dazu. Und dann war endlich Brandner dran, und durfte ein paar Sätze sagen. Sein erster war so bezeichnend wie eindrücklich: »Ich finde, der Verfassungsschutz macht seine Arbeit sehr gut.« (mme)

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