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Rom will keine Geretteten von EU-Einsatz aufnehmen

Brüssel. Die italienische Regierung will künftig keine Flüchtlinge mehr aufnehmen, die durch den EU-Marineeinsatz »Sophia« im Mittelmeer gerettet wurden. Nach einer entsprechenden Ankündigung des italienischen Außenministers Enzo Moavero Milanesi tagten Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten am Freitag zum zweiten Mal in dieser Woche, um eine Lösung zu finden. Die EU-Kommission kündigte zudem an, die turnusmäßige Überprüfung des Einsatzplans von »Sophia« zu beschleunigen. Der EU-Militäreinsatz begann im Juni 2015, um gegen Schleuser vorzugehen. Die Schiffe sind in internationalen Gewässern vor Libyen im Einsatz. Gerettete Flüchtlinge wurden bisher in Italien an Land gebracht. Das aktuelle Mandat für die Marineeinheiten läuft bis Ende Dezember. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.07.2018, Seite 1, Ausland

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