Aus: Ausgabe vom 16.07.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: NATO-Propaganda

Gesichter Europas | Sa., 11.05, DLF

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Letztes Jahr veranstaltete das schwedische Militär gemeinsam mit der NATO sein größtes Manöver seit 20 Jahren. Aber die Gefahr soll natürlich nur vom bösen Russen ausgehen

In Schweden grassiert die Angst vorm bösen Russen. Das berichtet jedenfalls der Deutschlandfunk in seiner sonst so betulichen Reihe von Reportagen aus den abgelegenen Winkeln Europas. 500 Soldaten patrouillieren wieder auf der Insel Gotland, um eine eventuelle Invasion abzuwehren. Auf Beschluss der »rot-grünen« Regierung wurde der Militärdienst erneut eingeführt, Broschüren wurden gedruckt, um die Bevölkerung auf den Ernstfall vorzubereiten, und nicht zuletzt werden gemeinsam mit der NATO Manöver veranstaltet. Doch ist die Bedrohung überhaupt real? Welches Interesse sollte Russland eigentlich an Schweden haben? Neben dem Hinweis auf Georgien und die Krim, die Moskau aus heiterem Himmel annektiert haben soll, bleibt nur der auf die russischen U-Boote, die angeblich regelmäßig in den Schären auftauchen. Derlei Geschichten haben sich zwar bisher noch stets als Enten oder Panikmache erwiesen. Aber egal, Angst zu schüren, darauf kommt es bei Propaganda zugunsten der NATO ja gerade an. (jt)

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