Aus: Ausgabe vom 14.07.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Abseits des Kommerzes

Re | Do., 19.40 Uhr, Arte

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Wer hat schon einmal von der Conifa-Fußball-WM gehört? Statt des großen Geldes spielt bei ihr noch der Sport selbst die Hauptrolle

Die Conifa ist der Verband Unabhängiger Fußballvereinigungen. Mitglieder sind nicht anerkannte Länder und Minderheiten. Wie die FIFA veranstaltet auch die Conifa Weltmeisterschaften, zuletzt Anfang Juni in London. Die Reportage »Die alternative Fußball-WM – Kicken für die Unabhängigkeit« zeigt, wie die vormaligen Champions aus Abchasien für den Wettkampf trainieren, um die Visa bangen, nachdem sich 2014 in Östersund fast die ganze Mannschaft aus Darfur abgesetzt hatte und in Schweden geblieben war, schließlich im ersten Spiel Tibet schlagen. Es gehe nicht um Politik, sagen die Veranstalter. Das sieht die georgische Demonstrantin, die gegen den Auftritt der abtrünnigen Abchasen protestiert, anders. Aber dann feuert sie die Elf sogar an. Allerdings trugen dieses Jahr die Ungarn aus der Karpatenukraine den Pokal davon. Die »Volksrepubliken« Donezk und Lugansk waren bereits in der Qualifikation ausgeschieden. So interessant kann Sport abseits des Kommerzes sein. (jt)

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