Aus: Ausgabe vom 23.06.2018, Seite 14 / Leserbriefe

Der Blickwinkel entscheidet

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»Schweigeblick«: Ein Foto von Milene Zschoche, Blendeteilnehmerin 2017

Hätte Milene Zschoche die Skulptur auf ihrem Bild einfach frontal fotografiert – das Foto wäre wohl ziemlich unspannend geworden. Erst durch die Wahl der Perspektive bekommt das Motiv so richtig Schwung. 13 Jahre war Milene alt, als sie im vorigen Jahr mit dieser Einsendung am »Blende«-Wettbewerb teilnahm, sie ist in ihrer Freizeit aktiv in der Foto-AG des Gymnasiums Dresden-Klotzsche. Ein gelungenes Bild an junge Welt zu schicken, lohnt sich: Die besten Fotos werden prämiert, ausgestellt und in einem Wandkalender verewigt. Und Preise werden nicht nur von der jW-Jury vergeben, sondern auch beim bundesweiten Ausscheid, zu dem mehr als 50 Tageszeitungen die besten Arbeiten ihrer Leserinnen und Leser einreichen. Die Juroren der Prophoto GmbH in Frankfurt am Main haben Gewinne im Wert von etwa 40.000 Euro in petto. Es spricht also alles dafür, bei »Blende« mit von der Partie zu sein.

Noch ein kleiner Tip am Rande: Entscheidend ist nicht die technische Perfektion und schon gar nicht, wie ein Bild mit Photo­shop aufgehübscht wurde. Der eingefangene soziale oder politische Kontext ist allemal wichtiger. Ob eine Aufnahme nun Stellung bezieht, knallhart die Realität abbildet oder einfach nur zum Träumen einlädt, bleibt natürlich ganz den Fotografinnen und Fotografen überlassen. (jW)

Teilnahmebedingungen und weitere Informationen:

http://blende.jungewelt.de/

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