Aus: Ausgabe vom 19.06.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Nori unterwegs mit seinem Vater auf dem Traktor: »Babai - Mein V
Nori (l.) mit seinem Vater (r.) auf dem Traktor unterwegs: »Babai – mein Vater«

Asiens Frauenmangel und die Folgen

Warum wohl in China Millionen Männer im heiratsfähigen Alter keine Frau mehr finden? Und ebenso in Indien und Südkorea? Neben anderen Faktoren ist es auch die traditionelle Präferenz von Söhnen, die vielerorts zur selektiven Abtreibung von Mädchen geführt hat. Was für ein abscheulicher Begriff.

Arte, 20.15 Uhr

Operation Europa

Mogherini und ihr Masterplan

Die unscheinbare Federica Moghe­rini, die auf Fotos gerne wie ein unbeholfenes Schulkind neben irgendwelchen Bären von Außenministern oder Staatschefs zu sehen ist, wird in diesem Dokumentar- oder besser Werbefilm als leuchtende Visionärin dargestellt. Kriegsschiffe aller Herren Länder kreuzen im Mare nostrum, nur die EU hat keine vereinte Marine und scheint »handlungsunfähig« – daran will die italienische Politikerin, die unmittelbar nach ihrer Ernennung zur EU-Chefdiplomatin eine entsprechende »Strategie« erarbeitete, natürlich etwas ändern. Das alte Lied also: Mehr Militär muss her!

Arte, 22.55 Uhr

Nachtsicht

Vom Anstand

Der Umgangston wird zunehmend rauher, heißt es oft. Der Journalist und Schriftsteller Axel Hacke, der eine eher langweilige Kolumne im SZ-Magazin schreibt, hat sich mit dieser Veränderung beschäftigt. Zu welchen Erkenntnissen er kommt, ist in seinem neuesten Buch nachzulesen. Eine Studie zu einem eher bürgerlichen Pro­blem.

BR Fernsehen, 23.15 Uhr

Babai – mein Vater

Der zehnjährige Nori und sein Vater Gezim verkaufen Zigaretten auf den Straßen des Vorkriegs-Kosovo der 1990er Jahre. Auf Noris tote Mutter möchte Gezim nicht angesprochen werden. Nun will er dem Kosovo entfliehen, ohne Nori. Doch der stellt sich quer und versucht mit allen Mitteln, ihn davon abzuhalten. Es kommt zu einem Unfall. Als Nori aus dem Krankenhaus entlassen wird, ist der Vater heimlich gegangen. Voller Wut und Entschlossenheit folgt er ihm auf dieser gefährlichen Reise und findet tatsächlich den Vater in Deutschland wieder. Und mit kindlicher Wut konfrontiert er ihn mit seinem Handeln, das er ihm nicht verzeihen kann. Stark.

Das Erste, 23.30 Uhr

Der richtige Begleiter für den Sommer im Marx-Jahr!

Unser Aktionsabo der gedruckten Ausgabe (62 Euro statt 115,20 Euro): Sechs Tage in der Woche, mit vielen Hintergründen und Analysen, mit thematischen Beilagen und am Wochenende acht Seiten extra. Das Abo endet nach drei Monaten automatisch. Als Zugabe gibt es das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben.


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