Aus: Ausgabe vom 15.06.2018, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Madame Clara (Rachael Blake, rechts) erläutert Lucy (Emily Brown
Madame Clara (Rachael Blake, rechts) erläutert Lucy (Emily Browning) die Regeln ihres nicht alltäglichen Engagements:»Sleeping Beauty«

Wir und die Belgier: Grenzgeschichten

Heute treiben wir uns ein wenig an den Grenzen herum, zum Beispiel an denen von Nordrhein-Westfalen. An der Grenze zu leben bedeutet zweifellos auch, mit ihr zu leben. Bedeutet Einschränkungen, aber auch Chancen. Insbesondere was das Bier der Trappisten-Mönche anbelangt!

WDR, 20.15

Nachtcafé

Wenn mir Unrecht geschieht

Nun nach Süden. Unschuldig im Gefängnis, vom Geschäftspartner in die Pleite getrieben, der Exmann drückt sich um den Kindesunterhalt, lebt selbst aber in Saus und Braus: Erlittenes Unrecht bohrt sich tief in die Seele. Dies ist das Thema bei Michael Steinbrecher im Nachtcafé. Wir leiden mit.

SWR, 22.00

Sleeping Beauty

Die junge, phlegmatische Studentin Lucy geht einem Nebenjob nach: Sie lässt sich betäuben, dann dürfen alte Männer ihre Phantasien mit ihr ausleben. Nur Penetration ist verboten. Der surreale Erotikthriller über Macht und Ohnmacht gilt als Studie über seelische Sorglosigkeit und gesellschaftliche Entfremdung. Lassen wir uns überraschen, an welche Grenzen der von der Kritik zwiespältig aufgenommene Film geht. AUS 2011. Regie: Julia Leigh.

3sat, 22.30

Phoenix

Auch hier ein Plot hart an der Grenze. Deutschland 1945: Schwer verletzt hat Nelly das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Nach einer Gesichtsoperation trifft sie ihren Mann Johnny wieder, der sie nicht erkennt. Er glaubt, dass seine Frau tot sei und engagiert Nelly als Doppelgängerin, um an ihr Erbe zu kommen. Nelly lässt sich darauf ein, um herauszufinden, ob Johnny sie geliebt hat oder ob er vielleicht ihr Verräter war. Nina Hoss (Nelly Lenz), Ronald Zehrfeld (Johnny), Nina Kunzendorf (Lene Winter). D/PL 2014. Regie: Christian Petzold.

One, 22.35

WM-Geschichten

Früher war mehr – ja was eigentlich? Früher, sagen wir mal, war eher insgesamt weniger Fußball, weshalb die Weltmeisterschaft mehr begeistern konnte. Von den vier deutschen Titeln über das Trauma Brasiliens durch das verlorene Finale 1950 in Maracaña und das vermeintlich schönste WM-Tor Diego Maradonas 1986 bis hin zum schändlichen Attentat deutscher Hooligans auf den französischen Gendarmen Daniel Nivel 1998. Alle Momente eingeordnet von deutschen Kommentatoren wie z. B. Marcel Reif, Bela Réthy und Steffen Simon. O. k. – irgendwas musste ja weniger gut an der Sache sein.

WDR, 23.30

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