Aus: Ausgabe vom 13.06.2018, Seite 2 / Ausland

Ermittler in Mordfall auf Malta abberufen

Valletta. Der leitende Ermittler im Fall der ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia muss wegen möglicher Interessenkonflikte abberufen werden. Das entschied das Verfassungsgericht des EU-Staates am Dienstag. Silvio Valletta sei mit einer Ministerin der Regierung verheiratet und gehöre zudem der nationalen Antigeldwäschebehörde an, begründete Richter Silvio Meli seine Entscheidung. Einen entsprechenden Antrag an das Gericht hatte die Familie des Opfers gestellt. Die Enthüllungsjournalistin Galizia war am 16. Oktober 2017 von einer Autobombe getötet worden. Die Ermordung der damals 53jährigen hatte auf Malta und im Ausland Empörung ausgelöst. (dpa/jW)

Mehr aus: Ausland
  • USA und Nordkorea streben eine umfassende Entnuklearisierung der Koreanischen Halbinsel an
    Rainer Werning
  • Das britische Unterhaus diskutiert Ergänzungsanträge zum EU-Austrittsgesetz. Die Regierung steht unter Druck
    Christian Bunke, Manchester
  • Argentiniens Fußballverband sagt nach Drohungen gegen Messi Testspiel gegen Israel in Jerusalem ab
    Gerrit Hoekman
  • Philippinen: Bekannter Stammeskrieger und Widerstandskämpfer streckt die Waffen. Indigene sagen, Kampf ist nicht vorbei
    Thomas Berger
  • Madrid will Flüchtlinge von »Aquarius« aufnehmen. Zuvor ertranken noch Menschen vor Spaniens Küste
    Carmela Negrete