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Zeitgeist Smudo

Deutschrapper Smudo (50) umreißt in der Ausgabe der Philosophiezeitschrift Hohe Luft vom 24. Mai sein Verhältnis zu Populismus und Verschwörungstheorien. »Ich sage es rundheraus: Dieser Zeitgeist kotzt mich an.« Die Sehnsucht nach einfachen Antworten liege ihm fern: »Ich sehe darin auch eine Reaktion auf die Digitalisierung. Die Menschen bekommen immer mehr mit, sind überfordert, und es ist ja ein menschlicher Instinkt, Zusammenhänge zu vereinfachen und auch zwischen nicht verbundenen Dingen Verbindungen zu sehen.« Mit seiner HipHop-Band Die Fantastischen Vier sei er »Teil der Ich-Kultur der 90er« gewesen, »das traf den Zeitgeist«, sei aber lange her. »HipHop spielt keine große Rolle mehr in meinem Leben. Denn Musik ist eine identitätsstiftende Ware, und der Bedarf an Identitätsstiftung scheint bei mir mit steigendem Alter abzunehmen.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.05.2018, Seite 10, Feuilleton

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