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Onlinearchiv mit Zeitzeugen-Interviews

Berlin. Ein neues digitales Archiv mit Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der Besatzung Griechenlands durch das deutsche Naziregime ist am Montag in Berlin vorgestellt worden. Es umfasst 90 öffentlich zugängliche Videointerviews zu Lebensgeschichten. Die Interviewten sprechen über die Zeit der Okkupation von 1941 bis 1944, aber auch über die jeweiligen Lebensumstände in den Jahren davor und danach. Die Gespräche wurden mit Frauen und Männern mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen in Griechenland, Deutschland und Israel geführt: Zu Wort kommen unter anderem griechische Widerstandskämpferinnen und -kämpfer, Überlebende von von Deutschen verübten Massakern, frühere Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter sowie verfolgte Jüdinnen und Juden. Unter den Interviewten finden sich auch bekannte Persönlichkeiten wie der frühere Staatspräsident Griechenlands, Karolos Papoulias, und der Widerstandskämpfer Manolis Glezos. An dem Projekt arbeitete die Freie Universität Berlin und die Kapodistrias-Universität in Athen zusammen. Angesiedelt ist das Onlinearchiv am Center für Digitale Systeme (Cedis) der FU Berlin. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2018, Seite 15, Antifaschismus

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