Zum Inhalt der Seite

Weiterer Fall von Belästigung beim WDR

Köln. Tom Buhrow, Intendant des Westdeutschen Rundfunks (WDR), hat am Mittwoch im Interview mit dpa Vorwürfe zurückgewiesen, sein Sender habe beim Thema sexuelle Belästigung und Missbrauch bisher nicht richtig hingeschaut. Vergangene Woche waren entsprechende Anschuldigungen gegen einen ehemaligen Auslandskorrespondenten bekanntgeworden. Er wurde am Wochenende bis auf weiteres freigestellt.

Buhrow betonte, alle Fälle, die dem internen Interventionsausschuss des Senders gemeldet worden seien, »sind auch verfolgt worden – bis an die Grenze dessen, was arbeitsrechtlich möglich war«. Dagegen berichteten der Stern und das Recherchenetzwerk Correctiv am Mittwoch von einem weiteren Fall, in dem es trotz seit 2010 erhobener interner Beschwerden mehrerer Kolleginnen bis heute keine Konsequenzen gegeben habe. Statt dessen habe ein Mitarbeiter, der den Belästigungsvorwürfen intern nachgegangen sei und Hinweise gegeben habe, eine Ermahnung erhalten. (jW/dpa)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.04.2018, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!