Aus: Ausgabe vom 24.03.2018, Seite 7 / Ausland

Olympischer Geist: Für die Mehrheit der Läufer stand die Teilnahme im Mittelpunkt

Olympischer Geist: Für die Mehrheit der Läufer stand die Teilnahme im Mittelpunkt Bild: Anne Paq/Activestills.org

Von Anne Paq, Bethlehem

Marathon gegen die zionistische Besatzung

Bethlehem. Rund 7.000 Menschen haben am Freitag am jährlichen Marathon im von Israel besetzen Westjordanland in Bethlehem teilgenommen. Der vom Internationalen Leichtathletikverband IAAF anerkannte Lauf findet bereits seit 2013 statt und wird vom Palästinensischen Olympischen Komitee und der Autonomiebehörde organisiert. In der Vergangenheit war das Rennen als »Palästina-Marathon für das Recht auf Bewegung« bekannt.

Wie in den Jahren zuvor kamen die Teilnehmer aus allen Teilen der Welt. Die meisten Palästinenser können jedoch nicht teilnehmen, weil ihnen durch die zionistische Besatzung Restriktionen auferlegt sind; der Gazastreifen wird zudem von Tel Aviv vollständig blockiert.

Das UN-Hilfswerk OCHA spricht von 500 Hindernissen, wie Checkpoints, Straßensperren und Erdwällen, die die Reisefreiheit der arabischen Bevölkerung in Palästina erheblich einschränken. Dazu trägt ebenso die von Kritikern als »Apartheidmauer« bezeichnete meterhohe Sperranlage aus Beton bei, die weit in palästinensisches Gebiet reicht. Auch in diesem Jahr wurde der Marathon durch diese Sperranlage bestimmt – so, wie die Besatzung Israels auch den Alltag der Menschen in Palästina diktiert.


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