Zum Inhalt der Seite

Clara-Zetkin-Preis in Berlin verliehen

Berlin. Der Clara-Zetkin-Preis der Partei Die Linke ist am Freitag abend in Berlin an die Ärztin Kristina Hänel verliehen worden. Die Medizinerin war wegen Informationen über Schwangerschaftsabbrüche auf ihrer Internetseite zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie habe »mit ihrem Widerstand und ihrer Petition erreicht, dass eine Protestwelle für die Selbstbestimmung von Frauen in Gang gesetzt wurde«, sagte die frauenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Cornelia Möhring, in einer Laudatio. Mit einem ebenfalls nach der kommunistischen Frauenrechtlerin Clara Zetkin benannten Projektpreis hat Die Linke außerdem TAJE, die Dachorganisation der jesidischen Frauenräte, ausgezeichnet. Die Parteichefin Katja Kipping lobte die Selbstorganisierung der Jesidinnen im nordirakischen Sengal-Gebirge sowie im Exil und ihren Widerstand gegen die Terrormiliz »Islamischer Staat«. Sie seien »vom Objekt einer Zurichtung zum Subjekt des Lebens und einer Zukunft« geworden. (jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 05.03.2018, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!