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Christian Wulff unterliegt im Streit um Fotos

Karlsruhe. Im Rechtsstreit um die Veröffentlichung von Fotos in Illustrierten hat der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff (58) vor dem Bundesgerichtshof verloren (VI ZR 76/17). In dem Verfahren ging es um Fotos von ihm und seiner Frau beim Supermarkteinkauf im Mai 2015. Die Vorinstanzen hätten die herausgehobene Stellung des Klägers als ehemaliges Staatsoberhaupt, den Kontext der Bildberichterstattung und Wulffs vorherige »Selbstöffnung« nicht hinreichend berücksichtigt, entschied der BGH-Senat am Dienstag in Karlsruhe.

Wulff hatte nach der Veröffentlichungen von Fotos zu zwei Berichten gegen den Verlag geklagt und in den Vorinstanzen recht bekommen. Nach Ansicht des Oberlandesgerichts Köln verletzte die Veröffentlichung der Bilder den Kläger in seiner Privatsphäre. »Wir haben eine andere Auffassung«, sagte der Vorsitzende BGH-Richter. Er betonte, die herausgehobene politische Bedeutung des Klägers und das berechtigte öffentliche Interesse an seiner Person endeten nicht mit dem Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten. Wulff hatte das Amt von 2010 bis 2012 inne. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.02.2018, Seite 15, Medien

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