30.01.2018
Geschichtsvergessen
Vom Folterzentrum zur Luxuspassage
Shoppen, wo einst die Gestapo verhörte? Protest gegen Einkaufsquartier im Hamburger Stadthaus
Von Kristian Stemmler
»Einmal haben sie ihn auf einen Holzbock gespannt, ihm die Hose runtergezogen, und dann durfte jeder mit Lederpeitschen auf ihn einprügeln, bis alles blutig war.« Detlef Baade kommen heute noch fast die Tränen, als er im Gespräch mit junge Welt am Sonntag von den Folterungen berichtet, die sein Vater Herbert, Friseur und Kommunist, im Hamburger Stadthaus erlitten hat. Mindestens viermal sei er nach 1933 in der Gestapo-Zentrale der Stadt gequält worden, um Namen von ...
Artikel-Länge: 3770 Zeichen


