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185 Millionen Euro aus SED-Vermögen

Dresden. Nach einem lang andauernden Rechtsstreit über das Vermögen der DDR-Staatspartei erhalten die ostdeutschen Bundesländer insgesamt rund 185 Millionen Euro, wie die Sächsische Zeitung am Mittwoch in ihrer Onlineausgabe berichtete. Laut dem sächsischen Finanzministerium würden auf den Freistaat Sachsen allein 58 Millionen Euro entfallen. Die Zahlungen seien das Ergebnis eines komplizierten Verfahrens vor Schweizer Gerichten um die DDR-Außenhandelsfirma Novum. Sie habe über ein beträchtliches Vermögen verfügt. Geklagt hatte die Bundesrepublik gegen Banken in der Schweiz, wohin die Gelder transferiert worden seien. Die Kommunistische Partei Österreichs hatte das Geld für sich beansprucht. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.12.2017, Seite 4, Inland

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