Aus: Ausgabe vom 08.12.2017, Seite 16 / Sport

Mit Moral

Trotz kämpferischer Auftritte verlieren Dortmund und Leipzig ihre letzten Champions-League-Spiele. Nun geht es in der Europa League weiter

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Jetzt schaut zu: Real Madrids Cristiano Ronaldo (r.) zeigt den Dortmundern Nuri Sahin und Marc Bartra (v. l.) wie das geht mit dem guten Fußball

Madrid/Leipzig. Borussia Dortmund spielt trotz unterirdischer Champions-League-Bilanz weiter in Europa. Obwohl das Team von Trainer Peter Bosz am Mittwoch mit 2:3 gegen die B-Elf von Real Madrid unterlag, sicherte es sich mit einer historisch schlechten Ausbeute von nur zwei Punkten den Einzug in die Europa League. Immerhin zeigte der kriselnde BVB im letzten Champions-League-Gruppenspiel eine bemerkenswerte Moral und schlug nach verschlafener Anfangsphase und zwei frühen Gegentreffern durch Borja Mayoral (8. Minute) und Cristiano Ronaldo (12.) zurück. Doch die beiden Tore von Pierre-Emerick Aubameyang (43./49.) reichten vor 73.323 Zuschauern im Estadio Bernabéu am Ende doch nicht zum Punktgewinn. Lucas Vázquez (81.) brachte den Revierclub um den Lohn. »Wir hätten gerne nach der Winterpause in der Champions League weitergespielt«, sagte Bosz. »Aber das haben wir zu Recht nicht geschafft. Wir haben kein großes Spiel gewonnen.« Da auch Nikosia bei Tottenham Hotspur verlor, reichte es für den BVB zur Qualifikation für die Europa League.

RB Leipzig erleidet dasselbe Schicksal. Der deutsche Vizemeister verlor sein letztes Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul im eigenen Stadion mit 1:2. Die Sachsen überwintern nun ebenfalls in der Europa League. Sie hatten ohnehin nur eine Minimalchance und waren auf Schützenhilfe der AS Monaco angewiesen. Doch der Gruppenletzte verlor in Portugal. Vor 42.558 Zuschauern traf Álvaro Negredo früh per Foulelfmeter (10.). Den nicht aufgebenden Leipzigern gelang der Ausgleich durch Naby Keita (87.), doch Talisca besiegelte in der 90. Minute die unglückliche Niederlage. Bei dieser hatte der Verein zudem einen Trauerfall zu beklagen: Ein 73 Jahre alter Zuschauer brach während der Partie im Stadion zusammen und starb später im Krankenhaus an Herzversagen. »Unser tiefes Mitgefühl und aufrichtiges Beileid gehört den Angehörigen des Verstorbenen, denen wir alle Kraft wünschen«, schrieb RB per Twitter.

Eindrucksvoll für das Achtelfinale qualifizierte sich dagegen Ex-BVB-Trainer Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool. Die Engländer besiegten Spartak Moskau klar mit 7:0 und zogen mit zwölf Punkten als Erster der Gruppe E in die K.-o.-Phase ein. Das Feld der 16 besten europäischen Klubteams komplettierten der FC Sevilla, Schachtar Donezk und der FC Porto. (dpa/jW)


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