Aus: Ausgabe vom 08.12.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Volle Fahrt voraus

Master and Commander | Mi., 20.15 Uhr, Kabel eins

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Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist: Russell Crowe zeigt sich als Kapitän Jack Aubrey von seiner kämpferischen Seite

»Bis ans Ende der Welt«, so der deutsche Titel des Seefahrerepos, das mit Peter Weir ein großer seines Fachs bereits 2003 auf die Leinwände brachte, geht der Trip. Aber man sollte ja ohnehin öfter zu den Klassikern greifen. Dieser staubt nicht, dafür schäumt die Gischt. Das Weltenende liegt irgendwo bei den Galapagosinseln, Entdecker, Abenteurer und Piraten sind an Bord der »Acheron«– Herz, was willst du mehr? Bei der Verfolgung wird der Jäger zum Gejagten, Russell Crowe setzt mit seinen Mannen dem Kaperschiff nach. »Master and Commander« ist mehr als ein Kostümfilm mit packender Handlung, mit Mast und Schotenbruch, mit Pulverdampf, Kugeln und Blei. Die Darstellung der Lebensverhältnisse an Bord, die Einblicke in das Seefahrerleben am Anfang des 19. Jahrhunderts wirken authentisch. Wir lernen auch: Die Natur lässt sich nicht überlisten, aber sie hält die besten Listen parat. Leichte Beute muss nicht das sein, was es scheint. Doch sehen Sie am besten selbst. (pst)


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