Aus: Ausgabe vom 06.12.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Cuba? Yes!

Cuba and the Cameraman | Netflix

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Von New York nach Havanna: Der Kameramann Jon Alpert (m.) alterte mit seinen kubanischen Freunden

Der New Yorker Kameramann Jon Alpert hat mehr als vier Jahrzehnte lang Kuba bereist. Die Ausrüstung, die er mit auf die Insel bringt, ändert sich, seine Bewunderung für die Revolution nicht. Zu Beginn seiner Langzeitdokumentation »Cuba and the Cameraman« schildert er soziale Notlagen in seiner Heimatstadt New York. Von dort aus reist er 1972 erstmals – über notwendige Umwege – auf die sozialistische Insel und findet Freunde. Über die Dekaden besucht er immer wieder drei Landwirte, begleitet über Generationen hinweg eine Schule und einige Familien in Havanna. Das Ganze hat Humor, Glaubwürdigkeit, gibt einen realistischen, intensiven Einblick in das schöne Leben. Interessant auch die filmische Begleitung Fidels ersten Fluges in die USA. Alpert spart nicht aus, welche Schläge das Ende der UdSSR und das US-Embargo dem Karibikstaat versetzt haben. Dieses Lebenswerk des Kameramanns lief bei den Filmfestspielen in Venedig. Für Filmtechnikbegeisterte ist der Wechsel der Filmformate von Interesse. (ale)


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