Aus: Ausgabe vom 05.12.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Public Private Marseroberung

Mars | Netflix/National Geographic

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Zukunft der Menschheit? Der Erkundungstrupp auf dem roten Planeten

Ein schickes Werbefilmchen hat sich Tesla-Chef Elon Musk da für seine Weltraumeroberungsfirma Space X drehen lassen. In sechs Folgen geht es in der Doku-Fiction-Serie »Mars« in aufwendig gedrehten Spielfilmszenen und eingestreuten realen Interviews um die Kolonisierung des Roten Planeten. Die stellen sich Musk und seine Mitstreiter als öffentlich-private Partnerschaft (PPP) vor. Wessen Inter­essen bei solchen Allianzen Vorrang haben, ahnt man. Von einer ökologischen Wende auf der Erde ist derweil nicht die Rede. Im Gegenteil: Wenn die Menschheit es nicht schaffe, auf andere Planeten überzusiedeln, sänken ihre Überlebenschancen drastisch, heißt es in der Serie mehrfach. Will sagen: Wenn man den einen Planeten nachhaltig in die Jauche gefahren hat, nimmt man halt den nächsten. »Satellite’s gone / way up to mars«, sang einst Lou Reed, »soon it will be filled with parking cars.« Wenn es nach Musk geht, dürften diese auf dem Mars parkenden Autos wohl vor allem Wagen der Marke Tesla sein. (mis)


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