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Cottbus: Hotspot ­rechter Straftaten

Potsdam. Nach dem Rekordjahr 2016 hatte sich die Lage in Brandenburg zunächst beruhigt. Doch jetzt nimmt die rechte Gewalt wieder zu. Das geht aus Antworten des Innenministeriums auf parlamentarische Anfragen der Landtagsabgeordneten Andrea Johlige (Die Linke) hervor, über die am Montag die Potsdamer Neuesten Nachrichten berichteten. Mit 311 Straftaten gegen Flüchtlinge und ihre Unterkünfte hatte die Polizei Brandenburg im Jahr 2016 einen Rekord registriert. Das waren mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2015 (141). Im laufenden Jahr zählte die Polizei bis Ende September bereits 196 solcher Fälle. Im ersten Quartal waren es nur 43, im dritten Quartal stieg die Zahl auf 83. Bei den rechts motivierten Gewalttaten sind nach dem Rekord von 89 im Jahr 2016 bis Ende September bereits 55 registriert worden. Cottbus und der Süden Brandenburgs tauchen dem Bericht zufolge in der Statistik häufiger auf als andere Regionen. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2017, Seite 15, Antifaschismus

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