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Anwältin im Fall Oury Jalloh: »Alle Gutachten eindeutig«

Magdeburg. »Alle Gutachter, die den Brandversuch von 2016 begutachtet haben, stimmen darin überein, dass Oury Jalloh tot oder handlungsunfähig gewesen sein muss, als das Feuer ausbrach«, erklärte Anwältin Beate Böhler. Nach der Anhörung des Ausschusses für Recht, Verfassung und Gleichstellung des Landtages von Sachsen-Anhalt am Freitag in Magdeburg machte sie dafür neue Erkenntnisse durch aktuelle Akteneinsicht geltend. Auf Anfrage der Grünen- und der Linksfraktion erklärte Jürgen Konrad, Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft Sachsen-Anhalt, seine Behörde habe den Generalbundesanwalt in Karlsruhe von dem dringenden Mordverdacht unterrichtet. Auch seien mehrere Tatverdächtige genannt worden. Dennoch habe Karlsruhe den Fall nicht übernommen. Oury Jalloh war 2005 im Keller eines Dessauer Polizeireviers ums Leben gekommen. (sbo/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2017, Seite 2, Inland

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