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TV-Sender deckt ­Nepotismus auf

Sofia. Bulgariens Gesundheitsminister Nikolai Petrow ist wegen Enthüllungen über Vetternwirtschaft zurückgetreten. Einem Fernsehbericht des Senders BTV zufolge soll Petrow als einstiger Chef der Militärmedizinischen Akademie (WMA) in Sofia öffentliche Aufträge im Gesamtwert von fast 1,6 Millionen Lewa (rund 800.000 Euro) an Firmen vergeben haben, die von dem Lebensgefährten seiner Tochter vertreten wurden. Premier Bojko Borissow nahm Petrows Rücktritt am Montag umgehend an, wie die Regierung mitteilte.

Dies ist die erste Demission eines Ministers in dem bürgerlich-nationalistischen Kabinett, das seit Anfang Mai in Bulgarien regiert. Die oppositionellen Sozialisten werfen dem Regierungslager immer wieder Nepotismus und Korruption vor. Der Vizechef der Regierungspartei GERB, Zwetan Zwetanow, sagte dem TV-Sender BTV: »Das Gesetz wurde eingehalten – wir können allerdings über die moralische Seite sprechen«. Der Sender hatte die Vetternwirtschaft enthüllt. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.11.2017, Seite 15, Medien

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