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Vor neuem Abschiebeflug: Moratorium gefordert

Frankfurt/Main. Angesichts einer offenbar bevorstehenden weiteren Sammelabschiebung nach Afghanistan hat die Organisation Pro Asyl eine Aussetzung von Abschiebungen in den Krisenstaat gefordert. »Ein Moratorium ist das Gebot der Stunde«, erklärte Geschäftsführer Günter Burkhardt am Donnerstag in Frankfurt am Main. Nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrats ist der nächste Transport abgelehnter Asylbewerber nach Kabul am Dienstag von Leipzig aus geplant.

Burkhardt forderte das Auswärtige Amt auf, noch im Oktober einen neuen Bericht über die Sicherheitslage in Afghanistan vorlegen. Er verwies darauf, dass durch Offensiven der Taliban in dem Land allein in den letzten sieben Tagen 85 Menschen getötet worden sind, darunter viele Zivilisten. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.10.2017, Seite 2, Inland

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