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Zeitgeschichte

Unsterbliche Opfer

Lieder aus dem KZ Buchenwald, der Trauermarsch »Unsterbliche Opfer«: Die »Geige von Buchenwald« des Schriftstellers und ehemaligen Buchenwaldhäftlings Bruno Apitz (1900–1979) erklang am Donnerstag abend erstmals wieder in einem Konzert. Matthias Wollong, Erster Konzertmeister der Staatskapelle Dresden, spielte sie bei den »Achava«-Festspielen in der Erfurter Peterskirche. Apitz hatte auf dem Instrument bei den »Lagerkonzerten«, aber auch bei Veranstaltungen im Untergrund musiziert. Dokumentiert ist, dass der Autor von »Nackt unter Wölfen« im September 1944 die illegale Gedenkfeier für den im Lager ermordeten KPD-Vorsitzenden Ernst Thälmann musikalisch begleitet hat. An dem Gesprächskonzert in Erfurt nahm auch Witwe Marlis Apitz teil. Sie hatte der KZ-Gedenkstätte nach dem Tod ihres Mannes das Instrument als Dauerleihgabe überlassen und brachte jetzt den dazugehörenden Notenständer mit. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2017, Seite 10, Feuilleton

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