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Zuspitzung der Krise bei der Bundeswehr

Berlin. Nach den Berichten über das Zeigen des Hitlergrußes, das Mitgrölen von Rechtsrocktiteln und ein Schweinskopfwerfen bei der Bundeswehr-Einheit für Spezialeinsätze im Ausland, KSK, hat auch das BRD-Militär eine eigene Ermittlung eingeleitet. Wehrbeauftragter Hans-Peter Bartels zeigte sich laut dpa am Freitag besorgt: »Das Zeigen des Hitlergrußes ist keine Geschmacksfrage.« Die Vorwürfe waren am Donnerstag während einer Diskussionsveranstaltung an der Hamburger Führungsakademie des Militärs mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bekanntgeworden. Bei dem Treffen ging es um die Wehrmachtstradition der BRD-Streitkräfte, die unter anderem durch das Auffliegen des Bundeswehr-Offiziers Franco Albrecht ab Anfang Mai erneut öffentlich wurde. Dessen ungeachtet überboten sich führende Politiker von Union und SPD am Freitag mit neuen Vorschlägen zur Aufrüstungspolitik. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.08.2017, Seite 1, Inland

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