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Mehrarbeit bringt ­Geringverdienern wenig

Gütersloh. Mehrarbeit lohnt sich für Geringverdiener oft nicht. In den unteren Einkommensgruppen kann das Zusammenwirken von dann höheren Sozialabgaben, geringeren Transferleistungen und Einkommenssteuer dazu führen, dass von den Lohnzuwächsen nichts im Geldbeutel ankommt. Im schlimmsten Fall kann am Ende sogar weniger übrigbleiben als ohne den Mehrverdienst. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor. Die Autoren hatten untersucht, wieviel von einem zusätzlich verdienten Euro übrigbleibt, wenn man die Beiträge zur Sozialversicherung, die Einkommenssteuer sowie den möglichen Entzug von Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag berücksichtigt. Das Ergebnis: Die unteren Einkommensgruppen werden dadurch deutlich stärker belastet als Spitzenverdiener. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.08.2017, Seite 5, Inland

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