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Zahl der Morde in ­Kolumbien steigt

Bogotá. In Kolumbien sind seit Jahresbeginn bereits 51 Aktivisten linker und sozialer Bewegungen ermordet worden. Das entspricht einem Anstieg um rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese Zahlen nannte einem Bericht des Internetportals Cubadebate zufolge die Menschenrechtsorganisation »Somos Defensores« (Wir sind Verteidiger) am Donnerstag. Eines der bislang letzten Opfer war demnach Idaly Castillo Narváez, die in der Gemeinde Rosas im Departamento Cauca aktiv war und vor ihrem Tod offenbar gefoltert und vergewaltigt wurde. Sie hatte sich dafür eingesetzt, die Opfer des Bürgerkriegs in Kolumbien in den Friedensprozess einzubeziehen. Am vergangenen Sonntag meldeten die Behörden auch den Tod von Nidio Dávila, der sich in Nariño offenbar geweigert hatte, paramilitärischen Banden Schutzgeld zu bezahlen.

Cristian Delgado, Chef der Menschenrechtskommission der linken Bewegung Marcha Patriótica, erklärte, dass die meisten Morde in Cauca, Valle del Cauca und Nariño verübt werden. Hintergrund sei, dass die FARC-Guerilla bei ihrem Abzug aus den von ihr kontrollierten Gebieten ein Machtvakuum hinterlassen habe, in das kriminelle Banden und Paramilitärs eingedrungen seien. (AVN/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.08.2017, Seite 6, Ausland

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