18.08.2017
Literatur
Die ewige Angst des Proleten
Über Charles Bukowskis Briefe an »Weggefährten und Gönner«
Von Frank Schäfer
Schreiben war für den Dirty Old Men ein großes Individuations- und Selbstbehauptungsprogramm. Wenn er sich nach dem dummmachenden Tagelöhner- und später Post-Job am Abend an die Schreibmaschine setzte, mit einem Sixpack oder einer Flasche Wein, schrieb er sich den Rotz, den Jammer und die Demütigungen von der zerfressenen Seele. Eine Art sublimierte Gegenwehr. Obwohl – so sublimiert nun auch wieder nicht. Bukowskis Texte sehen stets so aus, als sei es ihm gar nicht ...
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