-
03.08.2017
- → Feuilleton
DDR zu lyrisch
Die Sopranistin und gebürtige Leipzigerin Nadja Michael hat die DDR verlassen, weil das Klangspektrum ihrer Stimme dort angeblich nicht gefragt war. Ostdeutschland habe lieber lyrische Stimmen gehabt, »mehr in Richtung Thomanerchor«, sagte die Sängerin dem Zeit-Magazin (Donnerstag). Sie habe aber schon immer eine opulente, dramatische Stimme gehabt. Deshalb habe sich in ihr das Gefühl verstärkt, sich maskieren zu müssen. Michael, Jahrgang 1969, verließ die DDR 1989 über Ungarn. Sie gastiert regelmäßig an den bedeutendsten Opernhäusern weltweit. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!