Aus: Ausgabe vom 31.07.2017, Seite 8 / Abgeschrieben

Gedenken an Opfer der US-Atombombenabwürfe über Japan

Hiroshima und Nagasaki: Zu einer gemeinsamen Veranstaltung des »Bündnis 6. August« »Erinnern – Gedenken – Mahnen – Aufrufen« laden ein: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg, Deutscher Friedensrat e. V., Deutsch-Japanisches Friedensforum Berlin e. V., Friedensglockengesellschaft Berlin e. V., Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e. V.:

Am 6. August 1945 wurde die japanische Stadt Hiroshima durch eine Atombombe zerstört. Drei Tage später ereilte Nagasaki das gleiche Schicksal. Das nach 1949 einsetzende atomare Wettrüsten führte zu einem ganz neuen Bedrohungspotential: Zum ersten Mal wurde es möglich, den blauen Planeten durch Menschenhand zu zerstören.

Der Atomwaffensperrvertrag soll das Wettrüsten mit Atomwaffen und die Zahl der Atomwaffenstaaten begrenzen. Bis heute kommen die fünf Kernwaffenstaaten, die den Vertrag unterzeichnet haben, ihrer vollständigen Abrüstungsverpflichtung nicht nach. UN-Mitgliedsstaaten verhandeln gerade ein vertraglich fixiertes Verbot von Atomwaffen. Eine Chance zur Abrüstung – und Deutschland ist nicht dabei.

Allen Atombombenopfern zum Gedächtnis treffen wir uns am Sonntag, dem 6. August 2017, um 10 Uhr im Volkspark Friedrichshain an der Weltfriedensglocke am Großen Teich. Die Opfer von Hiroshima und Nagasaki mahnen: Die atomare Bedrohung hält an, darum fordern wir die Abrüstung aller Atomwaffen.

Kampf dem Atomtod wieder aktuell. Hiroshima und Nagasaki mahnen – Einladung zum Gedenken am 6. August an der Paulskirche in Frankfurt am Main:

Die Welt steht erneut an der Schwelle eines atomaren milliardenschweren Wettrüstens. Als hätte es die Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki mit Zehntausenden Toten nie gegeben.

Nun eröffnet sich die Chance, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. 122 Staaten stimmten bei der UNO für ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Atomwaffen. Sie verpflichten sich, »nie, unter keinen Umständen« Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen, zu lagern oder mit ihrer Anwendung zu drohen.

Im September 2017 soll bei der UNO-Generalversammlung der Verbotsvertrag zur Unterzeichnung freigegeben werden. Die Bundesregierung muss Farbe bekennen und unterzeichnen. 93 Prozent der Bundesbürger haben sich für ein Verbot der Atomwaffen ausgesprochen. Wir fordern, dass sich die Bundesregierung diesem Willen der Bevölkerung anschließt.

Wir fordern von den Frankfurter Kandidatinnen und Kandidaten zum Bundestag, für eine Welt ohne Atomwaffen einzutreten. Sie werden aufgefordert, sich für den sofortigen Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Büchel (Rheinand-Pfalz) einzusetzen und dies vor den Wahlen zuzusichern.

Sonntag, 6. August 2017, 12 Uhr. Es sprechen Prof. Dr. Ulrich Gottstein (IPPNW-Ehrenvorstandsmitglied), Regina (»Kampagne ›Büchel ist überall! – atomwaffenfrei.jetzt‹«) und Jochen Nagel (Landesvorsitzender der GEW Hessen). Musikalische Begleitung: Alexander Sauer (Trompete, Hochschule für Musik und Gestaltende Kunst) Veranstalter: DGB Frankfurt, Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V. und IPPNW Frankfurt

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