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3.500 gegen Abschiebungen

München/Berlin. Mehr als 3.500 Menschen haben am Samstag in München gegen Arbeitsverbote für Flüchtlinge und Abschiebungen nach Afghanistan demonstriert. Das teilte der Bayerische Flüchtlingsrat mit. Geflüchtete, Vertreter von Schulen, Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und ehrenamtlichen Gruppen beteiligten sich demnach an dem Protest.

Unterdessen hat die Bundesregierung offenbar einen für Mittwoch geplanten weiteren Abschiebeflug nach Afghanistan verschoben. Grund seien nicht Sicherheitsbedenken, sondern die noch nicht wiederhergestellte Arbeitsfähigkeit der deutschen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul, berichtete der Spiegel am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin. Die Botschaft war bei dem Bombenanschlag am 31. Mai mit 150 Todesopfern schwer beschädigt worden. Das Auswärtige Amt und das Bundesinnenministerium wollten die Absage des Flugs am Sonntag nicht bestätigen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2017, Seite 1, Inland

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