Aus: Ausgabe vom 19.06.2017, Seite 14 / Feuilleton

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht

Mulholland Drive: »Die unschuldige Blondine Betty (Naomi Watts,
Die unschuldige Blondine Betty (Naomi Watts) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Identität ihrer neuen Freundin, der mysteriösen Brünetten Rita (Laura Elena Harring), aufzuklären: »Mulholland Drive«

Re: Parkour als Rettung

Der Kampf um Neapels verlorene Jugend

Zehn Prozent der Menschen in Neapel leben in absoluter Armut. Besonders im Viertel Barra hier bricht fast jeder dritte Jugendliche die Schule ab, die Arbeitslosigkeit liegt bei 40 Prozent. Viele steigen bei der Camorra ein. So einst auch der 22jährige Antonio. Dann sagte er sich von der Szene los. Heute holt Antonio die Kinder von der Straße. Doch noch immer, zeigt das Beispiel des Schriftstellers Roberto Saviano, wird in Italien mehr der kritisiert, der die totale Durchdringung der Gesellschaft mit Mafiaorganisationen benennt, als derjenige, der sie hinnimmt oder ermöglicht.

Arte, 19.40

Mulholland Drive

Provinzlerin Betty, die ein Hollywood-Star werden will, trifft auf eine Frau, die bei einem Autounfall ihr Gedächtnis verloren hat. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihrer Identität. Klassiker. Regie: David Lynch. Musik: Angelo Badalamenti.

Arte, 20.15

All Is Lost – Überleben ist alles

Im Indischen Ozean kollidiert das Boot eines alleinsegelnden Skippers mit einem Container voller Turnschuhe. Er flickt das entstandene Loch, doch ein schwerer Sturm macht das Boot manövrierunfähig. Bald treibt der Skipper ohne Nahrung über das Meer. Wer’s mag. Aber eben mit Robert Redford. USA 2013. Regie: J. C. Chandor.

ZDF, 22.15

Operieren und kassieren

In Deutschland entscheidet häufig allein der Wohnort darüber, ob ein Pa­tient operiert wird oder nicht. Ein Journalistenteam hat gemeinsam mit dem Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) erstmalig ein Computerprogramm entwickelt und damit die Daten des Statistischen Bundesamtes zu rund 130 Millionen Krankenhausaufenthalten analysiert.

Das Erste, 22.45

Ganz unten

Ein Ort im Jura, wo Scheitern erlaubt ist

In der DDR gab es Orte wie diesen etwa im abgelegenen Rügener Hinterland. Zuhinterst in einem Juratal, am Rand der Schweizer Gesellschaft, liegt das Hospice von Sonvilier: ein Heim für 100 Männer und Frauen, die meisten alkoholkrank, andere mit psychischen Problemen. Sie alle haben schon zahlreiche Therapien hinter sich, sind durch eine Reihe von Anstalten und Kliniken gegangen – vergebens, der Alkohol und die anderen Probleme waren stärker. Jetzt gelten sie als austherapiert. Filmemacher Beat Bieri hat sie während eines Jahres immer wieder getroffen.

3sat, 23.40

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