Aus: Ausgabe vom 19.06.2017, Seite 4 / Inland

Ramadan-Friedensmarsch kleiner als erhofft

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Köln.

Unter dem Motto »Nicht mit uns« haben am Samstag in Köln bis zu 3.500 Menschen mit einem Ramadan-Friedensmarsch gegen Terror im Namen des Islam demonstriert. Laut Nachrichtenagentur dpa hatten sich »mehr als 1.000« Teilnehmer versammelt, nach Veranstalterangaben stieg deren Zahl während des Aufzugs deutlich. Auf Transparenten hieß es »Muslime sind nicht schuld« und »Hass macht die Erde zur Hölle«. Die Organisatoren, Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor und der aus dem Libanon stammende Friedensaktivist Tarek Mohamad, hatten bis zu 10.000 Teilnehmer zu dem medial beworbenen und von Spitzenpolitikern der Bundestagsparteien sowie Verbänden unterstützten Marsch erhofft. Doch wichtige Islamverbände hatten sich, wie der größte Moscheendachverband DI TIB, gegen eine Teilnahme ausgesprochen. Dass ausgerechnet der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) exponiert teilnahm, schreckte wiederum viele Kurden und Aleviten ab. Denn der ZMD vereint Anhänger der arabischen Muslimbruderschaft mit faschistischen »Grauen Wölfen« und Sympathisanten des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. (nib)

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