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Ungarn nimmt Horst ­Mahler in Abschiebehaft

Budapest. Das Stadtgericht in Budapest hat am Montag den aus Deutschland geflüchteten Neonazi und Holocaustleugner Horst Mahler in vorläufige Abschiebehaft genommen. Zugleich stellte die Richterin fest, dass der von der Staatsanwaltschaft in München ausgestellte Europäische Haftbefehl gegen Mahler kleinere Unstimmigkeiten enthält. Die deutsche Justiz hat nun eine Frist von 40 Tagen zur Klärung. Mahler nahm die Entscheidung des Gerichts zur Kenntnis. Diese erlangte damit Rechtskraft. Der 81jährige war am Montag in der nordwestlichen Grenzstadt Sopron von der ungarischen Polizei festgenommen worden.

Vor Gericht sagte Mahler am Montag, er habe Ungarns Premier Viktor Orbán um politisches Asyl gebeten. Die Richterin erklärte aber, dass dem dafür zuständigen Einwanderungsamt kein Asylgesuch des ehemaligen Anwalts vorliegt. (dpa/jW)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.05.2017, Seite 1, Ausland

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