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Österreich: Druck auf Lohn der Lkw-Fahrer

Wien. Die österreichische Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft Vida beklagt, dass sich die Arbeitsbedingungen der Kraftfahrer zunehmend verschlechtern. »Die Lkw-FahrerInnen sind seit Jahren Opfer einer liberalisierungswütigen Politik der EU-Kommission, die nach wie vor keine Lösungen zum Schutz der heimischen Arbeitskräfte gegen aus Südosteuropa importiertes Lohn- und Sozial­dumping durch illegale Kabotage­fahrten ausländischer Frächter hat«, so Karl Delfs von Vida am vergangenen Mittwoch in einer Mitteilung des Verbands. Die ausländischen Lkw würden nicht oft genug kontrolliert. Dabei würden osteuropäische Unternehmen ihren Fahrern oft nur »Schandlöhne« zahlen, auch Aufzeichnungsgeräte der Wagen würden häufig manipuliert. Der entstehende Preiskampf zwischen den Firmen drücke in der Folge auch das österreichische Lohnniveau. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.04.2017, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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