Aus: Ausgabe vom 21.03.2017, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: KKK und BRD

Kulturzeit | ZDF-Mediathek

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The horror, the horror, the horror: KKK-Zeremonie im April 2016 in Georgia (USA)

»Diese Bilder wurden mitten in Deutschland aufgenommen«, versichert der Sprecher im knapp vierminütigen »Kulturzeit«-Beitrag, der noch das ganze Jahr über in der ZDF-Mediathek abrufbar ist: »Kapuzenmänner, die ein Kreuz verbrennen und dabei Rasse, Nation, Gott und den Klan beschwören«. Seit hundert Jahren sei der Ku-Klux-Klan (KKK) in Deutschland aktiv. Bald nach dem Zweiten Weltkrieg hätten Kreuze auf US-Militärstützpunkten in der BRD gebrannt, dann auch in Städten, Wäldern und zuletzt verstärkt vor Flüchtlingsheimen. Man sieht ein Foto aus den 90ern, auf dem Uwe Böhnhardt und Ralf Wohlleben ein Kreuz verbrennen. Und wird an die ehemaligen KKK-Mitglieder von der Polizei erinnert, die mit Michelle Kiesewetter Dienst hatten, als diese erschossen wurde. Der Beitrag schließt mit einem früheren Radiostar, der auf Facebook zum Lynchen in KKK-Tradition aufruft. Was ist die schlimmste Horrorfilmnacht gegen diese knapp vier Minuten? (jW)

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