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Hunderttausende ­klicken »Yolocaust«

Berlin. Der in Israel geborene Berliner Autor und Satiriker Shahak Shapira hat mit einer Website über das Verhalten von Touristen am Holocaust-Mahnmal in Berlin einen Internethit gelandet. Das Portal yolocaust.de ging vor einer Woche online und sei allein in den ersten zwölf Stunden mehr als 500.000 mal aufgerufen worden, teilte Shapiras Agentin mit.

Das Wort »yolocaust« setzt sich aus dem in Onlinenetzwerken beliebten Hashtag YOLO (You Only Live Once/Du lebst nur einmal) und Holocaust zusammen. Auf der Website hat der 28jährige Fotos aus Facebook und anderen Medien zusammengestellt, auf denen Touristen am Denkmal für die ermordeten Juden Europas posieren. Bewegt man den Mauszeiger über die Bilder, werden die Protagonisten in Bilder aus Vernichtungslagern der Nazis montiert. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 26.01.2017, Seite 15, Medien

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