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Bundeswehr weiterhin in Südsudan und Darfur

Berlin. Die Bundesregierung will die deutsche Beteiligung an dem UN-Einsatz im Südsudan verlängern. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Fortsetzung der Bundeswehr-Präsenz bis Ende 2017. Auch die Entsendung deutscher Soldaten in die sudanesische Konfliktregion Darfur soll um ein weiteres Jahr verlängert werden. Das Mandat sieht für beide Einsätze eine Obergrenze von je 50 Soldaten vor. Der Bundestag muss zustimmen. Die Vereinten Nationen hatten am Dienstag erklärt, der Befehlshaber der Mission im Südsudan (UNMISS) werde von seinem Posten abberufen. Zuvor hatte eine unabhängige Untersuchung erhebliche Missstände aufgezeigt. Beim Wiederaufflammen der Gewalt in der Hauptstadt Juba im Juli hätten Blauhelmsoldaten Zivilisten und UN-Mitarbeiter nicht angemessen geschützt, hieß es. Wegen mangelnder Führung sei »chaotisch und unwirksam« reagiert worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.11.2016, Seite 1, Inland

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