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Aus: Ausgabe vom 24.09.2016, Seite 16 / Aktion

Da sind wir!

Dank aktiver Leserinnen und Leser haben am vergangenen Wochenende in elf Städten Zigtausende die junge Welt kennengelernt
Berlin: junge Welt heiß begehrt
Köln: Mit Zeitung, Charme und Käppi
Berlin: Jungleser im Wet-Shirt-Contest
Hamburg: Vorbereitungen für den großen Ansturm
Köln: jW-Titelseiten eignen sich prima als Miniplakat
Berlin: Aktiv für eine andere Zeitung
Berlin: Zeitung verteilen und Probeabos einsammeln am jW-Stand

Am vergangenen Wochenende demonstrierten Hunderttausende in verschiedenen Städten Deutschlands und Österreichs gegen TTIP, CETA und andere ungerechte Handelsabkommen. In tatsächlich all diesen Städten verteilten Leserinnen und Leser der jW Tausende aktuelle Ausgaben unserer Zeitung an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer – und keine einzige blieb übrig! In Berlin wurden sogar die letzten, völlig durchnässten Ausgaben, die eigentlich entsorgt werden sollten, mitgenommen. Und deshalb nochmals und an dieser Stelle: All unseren Unterstützern in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Leipzig, Frankfurt und Köln sowie in Linz, Graz, Wien und Salzburg ein ganz herzliches Dankeschön!

Die SPD bleibt derweil ihrer Linie treu und biedert sich weiter konsequent dem Kapital als Interessenvertreter an. Ohne Hemmung oder Respekt vor ihrer eigenen Basis und ihrer – nun teilweise ehemaligen – Wählerschaft. Da halfen auch Handplakate mit dem halbnackten Sigmar Gabriel (übernommen von der jW-Titelseite) nichts mehr, die anlässlich des zweiten Parteikonvents am Montag in Wolfsburg der SPD-Führung entgegengehalten wurden. Gabriel bekam auf der Veranstaltung die Zustimmung für seinen Pro-CETA-Kurs. Diese Entscheidung sei richtungsweisend, kumpelte EU-Parlamentspräsident Martin Schulz, Gabriel habe seine Führungsfähigkeit unter Beweis gestellt. In welche Richtung die geht, ist klar. Auf dem ersten Parteikonvent im Juni behauptete Gabriel zwar noch, dass er die SPD als linke Volkspartei neu aufstellen wolle – allerdings wurde schon damals in der gleichen Veranstaltung den Regierungsplänen für die Vorratsdatenspeicherung zugestimmt. Solche Leute und jene, die mit ihnen regieren wollen, sind vieles – aber nicht links.

Berlin wird trotzdem demnächst von SPD, Grünen und Linkspartei regiert, zunächst aber nur das Abgeordnetenhaus des Landes. Die taz und das ND werden dann Regierungszeitungen – die junge Welt bleibt konsequent linke Opposition. Auch deshalb ist es so wichtig, dass die junge Welt bekannter wird und noch viel mehr Menschen diese Zeitung abonnieren. Wir freuen uns deshalb auch in Zukunft über jede konkrete Unterstützung unserer Leserinnen und Leser!

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Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!