05.02.2002
Anatolien erneut von Erdbeben heimgesucht: Am Bosporus nichts aus alten Fehlern gelernt?
jW sprach mit Andreas Vogel, Präsident des Internationalen Zentrums für Erdbebenvorhersage Berlin e.V.; er arbeitet außerdem beim EU-finanzierten Marmara-Erdbeben-Wiederaufbauprogramm.
Interview: Irene Poczka
F: Am Sonntag hat ein schweres Erdbeben den Westen der Türkei erschüttert. Das ist ja kein neues Problem in dem Land?
Richtig. Die Türkei ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen worden. Vor allem im Osten und im Norden. Dort liegt die nordanatolische Verwerfungszone, ein Bereich, in dem verschiedene Kontinentalplatten aufeinander stoßen. Auch im Westen haben wir ein Gebiet, in dem es immer wieder Erdbeben gibt. Rund 90 Prozent der Türkei sind gefährdet.
...
Artikel-Länge: 2354 Zeichen


