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19. April: Aktionstag

Am 19. April sollen weltweit Kundgebungen zur Solidarität mit Venezuela stattfinden. Wie Carlos Aquino vom Politbüro der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) der in Caracas erscheinenden Tageszeitung Correo del Orinoco sagte, wird der Vorschlag bereits von internationalen Organisationen wie dem Weltgewerkschaftsbund, dem Weltbund der Demokratischen Jugend, der lateinamerikanischen Studentenvereinigung OCLAE und dem Weltfriedensrat unterstützt. »Wir rufen dazu auf, dass in den Hauptstädten der Welt Massenaktionen organisiert werden, um dem nordamerikanischen und europäischen Imperialismus eine Botschaft zu senden und dem venezolanischen Volk zu zeigen, dass es nicht alleine ist. Die internationalen Friedenskräfte stehen auf der Seite des venezolanischen Prozesses«, so Aquino.

Der 19. April ist in Venezuela selbst einer der wichtigsten nationalen Feiertage. An diesem Tag im Jahr 1810 wurde in Caracas der Vertreter der spanischen Kolonialmacht, Vicente Emparán, abgesetzt, eine autonome Verwaltung wurde gebildet. Das Datum gilt heute als Beginn des Kampfes um die Lostrennung von Spanien, der am 5. Juli 1811 zur offiziellen Unabhängigkeitserklärung und 1821 zur endgültigen Befreiung des Landes führte.

An diesen Kampf erinnerte auch der frühere kubanische Präsident Fidel Castro in einem am Dienstag von den Medien des Karibikstaates veröffentlichten Schreiben an Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro. »Simón Bolívar verschrieb sich vollkommen der Aufgabe, den Kontinent zu befreien. (…) Die Bolivarische Republik Venezuela hat klar erklärt, dass sie immer bereit ist, in friedlicher und zivilisierter Form mit der Regierung der Vereinigten Staaten zu diskutieren, dass sie aber niemals Druck und Drohungen aus diesem Land akzeptieren werde.« (scha)

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 18.03.2015, Seite 3, Schwerpunkt

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